Auch wenn es sich für uns viel länger anfühlt ist energie-ohne-zukunft.de seit gerade einmal 8 Tagen online und haben bereits über 7000 Unterschriften gegen die Kampagne der Atomkonzerne gesammelt. Diese Resonanz ist wirklich großartig! Wir hoffen, dass dies erst der Anfang einer kleinen Erfolgsgeschichte ist, denn noch hat die Atom-Kampagne mit über 11.000 Unterschriften einen ordentlichen Vorsprung. Dieser Blog soll uns dabei helfen, dieses Ziel zu erreichen. Wir wollen euch hier von aktuellen Entwicklungen berichten und Hintergrund-Informationen liefern, damit ihr wisst, warum ihr uns unterstützt.
Wir bekommen viele konstruktive Mails mit Verbesserungsvorschlägen und Links, die wir gerne mit euch teilen würden. Weil wir dafür nicht jedes mal unsere Website umbauen können, wollen wir den Blog als Plattform verwenden Inhalte mit euch zu teilen, für die auf energie-ohne-zukunft.de kein Platz ist.
Zuletzt wollen wir in diesem Blog über Kommentare mit euch kommunizieren. Damit wollen wir den Meinungsbildungsprozess fördern, wie es mit energie-ohne-zukunft.de weitergehen soll. Wir verfolgen nicht die Interessen irgendeiner Organisation oder irgendeines Unternehmens, sondern wollen eure Interessen als unsere Unterstützer vertreten. Deswegen sind wir für Feedback und konstruktive Kritik sehr dankbar.
Wir sind auf euch angewiesen
Ob wir es am Ende schaffen, die Atom-Konzerne zu schlagen, hängt von eurer Unterstützung ab! Wir können uns keine teuren Zeitungsanzeigen leisten und sind nicht in der Lage zehntausende Mitarbeiter zu mobilisieren, wie die Atomkonzerne das tun. Über uns erfahren nur diejenigen, denen ihr von uns erzählt. Schreibt deswegen E-Mails an eure Freunde und Bekannte, teilt unseren Link auf Facebook, StudiVZ und Twitter und sprecht KollegInnen KlassenkameradInnen, KommilitonInnen an. Erzählt Ihnen, dass Ihr uns unterstützt und bittet sie, das ebenfalls zu tun.

Superseite – weiter so!
Vielleicht könnt ihr die Machtverhältnisse nochmal darstellen!? Die Zahlen der Unterstützer sehen sehr pro Atom aus…
Nur hat die Atomwirtschaft ein paar Hundert-Tausend Euro für die Anzeigen ausgegeben – von Euch habe ich keine gesehen…
Könnt ihr herausfinden, wo und wann die Anzeigen geschaltet wurden und was die gekostet haben?
Im Vergleich evtl. Eure Kosten aufführen?! Das würde den Erfolg wesentlich besser aussehen lassen!
Ich habe schon von einigen mitbekommen, dass sie eine entsprechende Anfrage bei den Atomkonzernen gestellt haben, aber keine Antwort erhalten haben. Jemand der sich mit Werbe-Bereich auskennt, kann da aber sicherlich eine gute Schätzung treffen.
Uns kostet das ganze vor allem Zeit, aber bis auf die 10 Euro für die Domain hatten wir zum Glück noch keine Kosten, die wir sonst nicht hätten (etwa für den Server).
Hallo!
Gestern waren die Unterstützerzahlen schon mind. auf dem Niveau der Atomkraftbefürworter …
Warum ist das so?
Deren Zahl hat sich etwas erhöht, aber “unsere” ist von ca. 13.000 auf rund 9.000 gefallen! Wie kann das kommen?
Hallo Ecki, wir zeigen nur noch Unterstützer an, die ihre E-Mail-Adresse validiert haben. Und bei 4000 Unterstützer haben das noch nicht gemacht. Ich hoffe dass ein großer Teil davon in den nächsten Tagen noch die Bestätigungsmail öffnet, dann stehen die Unterstützer wieder in der Liste. Mehr dazu steht im neuen Blog-Post.
Gestern habe ich meine Stimme abgegeben.
Ich würde den Text auch gern an meine Freunde weiterschicken.
Aber da würde ich mir wünschen, dass ihr ein paar Grammtikfehler ausbessert, die sonst stören könnten.
Ziemlich schrecklich finde ich diesen Satz:
“Vergesse nicht, deine Freunde auf unsere Aktion hinzuweisen.”
Es muss natürlich “Vergiss” heißen!
Dieser Satz gefällt mir auch nicht:
“Umso mehr Unterstützer wir für die Forderung gewinnen können, desto mehr Aufmerksamkeit …”
Ich glaube, es sollte “Je … desto …” heißen.
Wenn das unsere schlimmsten Fehler sind, dann bin ich ja schon recht zufrieden
Ich hab’s korrigiert!
Hallo Leute!
Ich finde es vom Prinzip her gut, was ihr hier versucht. Aber ich möchte einige Sachen loswerden:
Die Argumentation gegen den Atomstrom ist meiner Meinung nach nicht ganz richtig. In den Top 5 auf der Website hier ist das erste Argument, Atomstrom blockiere den Ausbau der erneuerbaren Energien, nicht gut. 2020 ist ein realistisches Ziel, wird dort geschrieben.
Wir haben die weltweit größten Kapazitäten an Photovoltaikanlagen, und im internationalen Vergleich der Wasserkraft befinden wir uns aktuell auf Platz drei.
(http://de.wikipedia.org/wiki/Elektrizität/Tabellen_und_Grafiken )
Das bedeutet für mich, wir sind bisher sehr gut dabei, so wie es bisher gemacht wurde. Der Atomstromanteil in Deutschland beträgt hingegen noch 22,6% insgesamt haben wir einen Anteil von nicht-erneuerbaren Energien in Deutschland von 78,4%
(http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Strommix-D-2009.png )
Wer mir jetzt erzählen will, dass wir bis 2020 komplett auf erneuerbare Energien umgesattelt haben können, den halte ich für realitätsfern und würde ihm raten, sich von Experten einen Ratschlag geben zu lassen.
Es ist ein Ziel, das auf gar keinen Fall aus den Augen gelassen werden darf, aber wir schaffen es leider nicht bis 2020.
Für euer drittes Argument solltet ihr euch mal den Punkt 3 dieses Dokuments durchlesen:
http://www.bmu.de/files/pdfs/allgemein/application/pdf/hintergrund_kikk_studie.pdf
“Nach derzeitigem wissenschaftlichem Kenntnisstand kann der beobachtete Anstieg der Erkran- kungen nicht durch die Strahlenbelastung aus einem Atomkraftwerk erklärt werden. Die Strah- lenbelastung der Bevölkerung müsste durch den Betrieb der Atomkraftwerke in Deutschland um mindestens das 1.000-Fache höher sein, um den beobachteten Anstieg des Krebsrisikos erklären zu können. Die statistische Untersuchung und bekannte Ursachenzusammenhänge zwischen Krebsrisiko und Strahlung stehen damit nicht im Einklang miteinander.”
Euer viertes Argument, Atomkraft sei kein Klimaretter, wird damit begründet, dass sehr viel CO2 durch den Abbau von Uran entstehe. Der Anteil von CO2, der beim Abbau von Uran entsteht, ist ungefähr gleichzusetzen mit dem Anteil beim Abbau von Silizium, welches für Solarzellen verwendet wird. Hinzu kommen die Fabriken, in denen das Silizium verarbeitet wird. Hier ist der CO2 Ausstoß mit Uran gleichzusetzen, was im Endeffekt bedeutet, dass dieses Argument nicht stichhaltig ist.
Und das fünfte Argument möchte ich mal aus persönlicher Erfahrung betrachten:
Natürlich will der Durchschnittsdeutsche den Atomausstieg! Da aber die meisten Deutschen wenig Ahnung von den Daten haben, die ich in diesem Text gegeben habe, sind sie unrealistisch und würden am liebsten jetzt die Kernkraftwerke abschalten.
Das würde bedeuten, dass uns über 20% unseres bisherigen Stroms fehlen würde und wir ihn aus anderen Ländern importieren müssten. Wie zum Beispiel Frankreich, welches ja bekanntermaßen sehr unsauberen Atomstrom produziert.
Versteht mich nicht falsch, ich will den Ausstieg auch! Nur sollte man das Thema realistisch und nicht idealistisch betrachten, was einem meistens nur Hohn und Gelächter bringt. Und wenn man als Schüler wie ich spontan 4 von euren 5 Argumenten widerlegen kann, dann läuft die Website Gefahr, nicht ernst genommen zu werden. Tut das unserem gemeinsamen Ziel nicht an.
Kämpft, und ich kämpfe mit euch, aber kämpft nicht in Rosa Unterhosen sondern wappnet euch mit Fakten!
Hallo Patrick,
zu den Fakten: wenn Du “Fakten” irgendwo liest, schau auch immer, wer sie veröffentlicht hat und welche Interessen dahinterstehen könnten.
Vielleicht schaffen wir es nicht bis 2020 alles in erneuerbare Energie umzubauen, aber es stehen uns ja nicht nur Atom- und Kohlekraftwerke zur Verfügung. Das Problem daran ist nämlich, dass sie sehr träge sind. Ziel sollte es sein, die erneuerbaren Energien zu nutzen und bei BEDARF, wenn wirklich nötig, mit anderen Energiegewinnungsmethoden aufzustocken. Momentan sieht es so aus: Die Atom-und Kohlekraftwerke erzeugen strom schicken es ins Netz und erneurbare Energie müssen tw. abgeschlalten werden, weil schon zuviel im Netz drin ist.
Quelle u.a.: http://www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/1257421/ u.v.m. sicherlich sind die Interessen dort auch vorhanden, aber wenn du diverse Suchbegriffe in der Suchmaschine deiner wahl eingibst, bekommst du genug infos.
Zum Thema Gesundheit: einige Ärzte sehen das anders: http://atomenergie-und-gesundheit.de nach momentanem Stand der Grenzwerte ist das keine Argument, aber wer hat die Grenzwerte bestimmt? Und hier auch wieder, wer hat welche Studie bezahlt?
zu Uran vs Silitzium… Silizium braucht man einmal zur Herstellung in den Farbiken und dann wird Strom produziert bis die Anlage kaputt ist, Uran produziert einmal Strom und muss dann entsorgt werden, welche Kosten für Geldbeutel und CO2 und Umwelt hierbei entstehen, sehen wir dann in den nächsten 100000 Jahren oder so.
Das war so meine spontane Widerlegung der Widerlegung… ;o)
Wer noch mehr Argumente/Quellen braucht: http://100-gute-gruende.de
Kleiner Kommentar zu den “Kosten-Argumenten”:
Die Endlagerungskosten werden selbstverständlich nicht von der Gesellschaft getragen, sondern von den Betreibenr der KKW selbst. So ist es im Gesetz verankert. Sollten die Kosten für ein Endlager über 2, 5 Mlrd € steigen, haften die Betreiber sogar mit ihrem kompletten Vermögen.
Dann noch zu Argument 1: Hier wird behauptet, KKW würden die EE blockieren. Das lässt sich ebenfalls so pauschal nicht sagen, da die Stromkonzerne mit den Profiten aus den KKW auch in EE investieren.
2.: Atommüll kann durch Wiederaufbereitung / Schnelle Brüter / Transmutation weiter verarbeitet werden. Technische Lösungen sind sehr wohl vorhanden, aber 1. noch nicht wirtschaftlich, da hierfür erst noch der Marktpreis von Uran steigen müsste und 2. werden sie seitens der “Ökos” blockiert (Siehe gestoppte Projekte im Bereich der Wiederaufbereitung sowie des Schnellen Brüters).
3.: Atomkraft ist sicher. Deutschland hat im internationalen Vergleich die sichersten und effizientesten KKW überhaupt. Nebenbei: Wir nehmen tagtäglich wesentlich größere Risiken auf, als die Nutzung der Kernenergie. Mit diesem Argument des “Restrisikos” könnte man demnach den kompletten Autoverkehr lamlegen, oder auch die hochgefährlichen Biogasanlagen. Vernünftiger ist es auf breiter Ebene in allen Bereichen hohe Sicherheitsstandarts ein zu führen.
4.: In einem Energiekonzept, in dem zuerst Kohle- und Gaskraftwerke durch KKW ersetzt werden – so wie es z.B. Stefan Mappus aus Baden Würtenberg will – wäre die Kernenergie sehr wohl ein Klimaretter. Solange wir aber zuerst unbedingt KKW abschalten wollen, ist die ganze Debatte unsinnig.
5.: Dieses Argument ist das einzig richtige.
Eine seriösere Berichterstattung über die Energiepolitik würde hier Abhilfe schaffen.
Bitte das nächste mal anständig informieren, bevor solche Kampagnen gestartet werden. Immerhin wird mit teuren EE der Industriestandort Deutschland demontiert, wodurch tausende Arbeitsplätze ins Ausland abgedrängt werden!
Grüße,
MuhQ
Gesetze und Gesetzeslücken, man sollte vielleicht immer schauen, wie die Realität wirklich aussieht, hier ein kleiner Beitrag dazu:
http://www.wdr.de/tv/monitor/sendungen/2009/0723/atom.php5
Wenn ICH mich in den Autoverkehr begebe ist das mein persönlich kalkuliertes Risiko, nicht aber durch einen Gau.
schnelle Brüter sind weitaus gefährlicher und es wird waffenfähiges Plutonium eingesetzt… hmm, bedenklich…
zu 4. hin zu felxiblen, dezentrale Kraftwerken. Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen, etc. Je träger, desto hinterlicher für die erneuerbaren Energien…
auch hier noch die Angabe zu den 100 guten Gründen: http://100-gute-gruende.de
so muss leider weg und hab keine Zeit mehr weiter drauf einzugehen, aber unter obigen Link findet man auch meist unabhängige Quellen, die die Argumten bestätigen.
viele Grüße
Uli
Asse war ein Bundeseigenes Endlager. Die Betreiber sind lediglich dazu verpflichtet, Gebühren für ihren Müll zu zahlen. Dies tun sie auch.
Gorleben wird komplett von den Betreibern der KKW gezahlt.
Wenn sie auf EE setzen, ist das dann ihr persönliches Risiko, wenn eine Biogasanlage explodiert?
Was spricht bitteschön dagegen, alte Atomwaffen im Schnellen Brüter zu verheizen?
Grüße,
MuhQ
Hallo MuhQ,
nachdem Tschernobyl hochgegangen war, haben wir in Deutschland jahrelang keine Pilze aus Osteuropa gegessen.
Dieses Beispiel soll illustrieren, dass der Unterschied zwischen der Explosion einer Biogasanlage und eines KKWs darin besteht, dass der Schadensradius aufgrund der entstehenden Strahlung WESENTLICH größer ist. Die Strahlenbelastung hält außerdem noch jahrelang vor. Wußten Sie das nicht?
Wenn Ihnen der Unterschied zwischen einer explodierenden Biogasanlage und einem explodierenden Kernkraftwerk wirklich nicht klar ist, dann verstehe ich auch, warum Sie sich keine Sorgen über den Einsatz von Kernkraft machen. Sie sind damit in bester Gesellschaft. In den 50er Jahren gab es die naive Empfehlung im Fall der Explosion einer Atombombe unter den Tisch zu klettern und sich so zu schützen.
Dies NUR dazu….
Ich würde lieber neben einem KKW, als neben einer Biogasanlage wohnen.
Auch PV auf dem Hausdach würden mich beunruhigen, da sie im Brandfall die Feuerwehr erheblich behindern.
Zudem könnte eine Explosion wie in Tschernobyl in einem Bundesdeutschen KKW nicht ablaufen.
Tschernobyl hatte nicht einmal ein Containment …
Grüße,
MuhQ
Leider kommen alle e-mails als “unzustellbar” zurück mit der Anmerkung: “Benutzer hat zu viele Mails auf dem Server”.
Ich fände es schön, wenn sich jemand darum kümmern würde.
Entschuldige, hat etwas gedauert, sollte jetzt aber wieder funktionieren.
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