Presseartikel: Graswurzelbewegung findet mehr Unterstützung als Atomkonzerne

Gut zwei Wochen nachdem die deutschen Atomkonzerne mit ihrem “Energiepolitischen Appell” für Aufruhr gesorgt haben, hat eine Aufruf von Atomenergiegegnern mehr Stimmen gesammelt als die Atom-Werbekampagne.

E.on, RWE, EnBW und Vattenfall hatten gemeinsam mit einigen Vorstandsvorsitzender deutscher Dax-Unternehmen am 21. August in zahlreichen deutschen Tageszeitungen in ganzseitigen Anzeigen gefordert an Atom- und Kohle-Kraft festzuhalten. Ihrem Appell für die „Energiezukunft für Deutschland“ konnte man auf der Website der Werbekampagne durch seine Unterschrift formell zustimmen. Unter dem Slogan “Energie ohne Zukunft” hatten Atomkraftgegener auf einer spontan erstellten Website am selben Tag damit begonnen Stimmen gegen die Forderung der Atomlobby und für regenerative Energien zu sammeln.

Durch Massen-Mails an ihre Mitarbeiter konnten die Betreiber von Atom- und Kohlekraftwerke in den ersten Tagen gut 10.000 Stimmen sammeln und die Freunde regenerativer Energien hinter sich lassen.

Aufgezeichnet von thiemonagel.de

Verlauf der Kampagnen - Aufgezeichnet von http://thiemonagel.de/

Jedoch hatte die Graswurzelbewegung der Atomkraftgegener in der vorigen Woche mit Hilfe von Mund-zu-Mund-Propaganda und sozialen Netzwerken deutlich aufgeholt. Am letzten Dienstag gingen sie sie dann mit 14500 in Führung.

“Die unverschämten Forderungen der Atom-Industrie haben bei der Bundesregierung offensichtlich Gehör gefunden. Dabei ist es ihr trotz millionenfachen Abdrucks ihrer Werbeanzeige in 2 Wochen gerade einmal gelungen knapp 15.000 Unterstützer in der Bevölkerung zu finden”, so Philipp Schächtele (25) aus Freiburg, der die Website gemeinsam mit Nikas Sum (24) aus Berlin aus Ärger über die Kampagne der Atomindustrie initiiert hat. Die beiden sind Internet-Entwickler und haben die Website als Privatprojekt ohne Unterstützung einer Organisation aufgebaut.

“Wir haben ohne Präsenz in großen Print- oder Internet-Zeitungen in der selben Zeit mehr Stimmen gesammelt wie die teure Kampagne der Energiekonzerne. Unsere Unterstützer wurden von ihren Freunden und nicht einer Kampagne auf unsere Gegenforderung aufmerksam gemacht. Das ist ein deutliches Signal dafür, dass die von Atomkonzernen und der schwarz-gelben Bundesregierung geplante Laufzeitverlängerung in der Bevölkerung kaum Rückhalt findet,” meint Niklas Sum.

Schächtele und Sum wollen weiter Stimmen gegen die Atomkonzerne sammeln
um den Vorsprung der Erneuerbaren auszubauen und planen zusätzliche
Aktionen die der Regierung klar machen sollen, dass eine breite
gesellschaftliche Mehrheit die Verlängerung der Laufzeiten für
Atomkraftwerke ablehnt. Der Kampf um die Ausrichtung der Energiepolitik sei noch nicht verloren. Philipp Schächtele ist sich sicher: “Die Bevölkerung wird ihren Unmut gegen die Laufzeitverlängerung in zahlreichen Aktionen zum Ausdruck bringen. Der Regierung steht ein heißer Herbst bevor.”

Links

http://www.energie-ohne-zukunft.de
http://www.energiezukunftdeutschland.de
http://www.thiemonagel.de/ (Dokumentation der Stimmentwicklung)
http://www.marcusmeier.de/cms/?page_id=336 (Über die Stimmenzusammensetzung der Atomkonzerne)

Presseanfragen

Für Presseanfragen erreichen Sie uns unter kontakt@energie-ohne-zukunft.de. Weil die Initiatoren des Projektes beide berufstätig sind, sind wir leider nicht immer telefonisch erreichbar, rufen Sie aber gerne zurück.

Veröffentlicht unter Pressemeldung | 4 Kommentare

Unterstützer-Zählung geändert – Wir wollen vergleichbar sein

Wie ihr bestimmt schon gemerkt habt, haben wir die Berechnung unserer Unterstützerzahl geändert. Jetzt werden nur noch die Unterstützerinnen und Unterstützer angezeigt, die ihre Unterschrift bestätigt haben. Wir haben das getan, damit unsere Unterstützerzahl mit der der Atomkonzerne besser vergleichbar ist.

Klickt deswegen bitte unbedingt auf den Link in der Bestätigungs-E-Mail. Falls Ihre keine E-Mail erhalten habt, helfen euch unsere FAQs weiter.

Warum werden überhaupt E-Mail-Adressen validiert?

Wir wollen uns von den Atomkonzernen, die Ihre Unterstützer ebenfalls validieren, nicht zum Vorwurf machen lassen, unsere Unterstützerzahlen seinen mit ihren nicht vergleichbar. Mit der Überprüfung von E-Mailadressen kann man erschweren, dass eine Person mehrfach unterschreibt. Bei Unterschriften-Kampagnen im Internet ist eine Validierung üblich, weil die Unterstützerzahl damit ein größeres politisches Gewicht bekommt.

Erst gestern haben wir unserer Unterstützerinnen und Unterstützer dazu aufgefordert, ihre Mailadresse zu bestätigen. Die Validierung der E-Mail-Adressen wurde erst bei einem Stand von 8000 Unterstützern eingeführt. Wer davor unterschrieben hatte, wird gebeten seine Unterschrift nachträglich bestätigen. Wir wollten vor knapp 2 Wochen so schnell wie möglich online gehen, um den Atomkonzernen das Feld nicht alleine zu überlassen. Die Funktion der Validierung der Unterschriften haben wir in den letzten Tagen auch auf Anregung unserer Unterstützer entwickelt.

Wir haben gestern 6000 Unterstützerinnen und Unterstützer nachträglich um die Bestätigung Ihrer Mailadresse gebeten. Über 3000 haben das noch am gleichen Tag gemacht. Vielen Dank für diese schnelle Reaktion!

Unsere Unterstützerzahl soll mit der der Atomkonzerne vergleichbar sein

Wir sind selbst nicht ganz glücklich über den Zeitpunkt der Änderung, schließlich waren wir kurz davor die Atomkonzerne zu überholen. Wir wollen euch aber gerne erklären, warum wir das trotzdem gerade jetzt machen.

Wir wollen erreichen, dass der Erfolg der Atomkraft-Gegnern voll anerkannt wird. Ohne Präsenz in den Print-Medien haben bereits 2 Wochen nach der teuren Werbe-Kampagne der Atomkonzerne fast genauso viele Stimmen gesammelt wie diese. Es zweifelt wohl niemand von uns daran, dass wir gegenüber den Atomkraft-Befürworter in der Mehrheit sind – und dass wir bald mehr Stimmen haben werden, als die Atomkonzerne. Dieses Ziel wollen wir gerne glaubwürdig und unter gleichen Bedingungen erreichen.

Wenn Du keine E-Mail angegeben hast, unterschreibe bitte noch einmal

Eine Ausnahme haben wir für unsere ersten Unterstützer gemacht, die keine E-Mail-Adresse angegeben haben. Bis vor einer Woche war die Angabe einer E-Mail-Adresse noch freiwillig, weil zu Beginn eine Validierung der Unterschriften per E-Mail nicht geplant war.

Wir wollen unsere ersten Unterstützer und Unterstützerinnen nicht dadurch bestrafen, dass Ihre Unterschrift deswegen nicht mehr zählt, weil sie von der Möglichkeit Gebrauch gemacht haben, keine E-Mail-Adresse anzugeben. Deswegen verbleiben diese etwa 2000 Namen vorerst in der Unterschriftenliste.

Wenn Du bei der Unterschrift keine E-Mail-Adresse angegeben hast, unterschreibe bitte noch einmal. Du merkst das daran, dass Du noch keine Bestätigungs-Mail von uns bekommen hast Wir sind gerade dabei die technischen Voraussetzungen dafür zu schaffen, Dubletten regelmäßig entfernen zu können. Wenn Du also ein zweites Mal unterschreibst, wird Deine erste Unterschrift gelöscht.

Was meint ihr?

Was haltet ihr davon? War es richtig, die Unterschriften-Zahl zu korrigieren? Wir sind an eurer Meinung interessiert!

Veröffentlicht unter Allgemein | 27 Kommentare

Darum ein Blog

Auch wenn es sich für uns viel länger anfühlt ist energie-ohne-zukunft.de seit gerade einmal 8 Tagen online und haben bereits über 7000 Unterschriften gegen die Kampagne der Atomkonzerne gesammelt. Diese Resonanz ist wirklich großartig! Wir hoffen, dass dies erst der Anfang einer kleinen Erfolgsgeschichte ist, denn noch hat die Atom-Kampagne mit über 11.000 Unterschriften einen ordentlichen Vorsprung. Dieser Blog soll uns dabei helfen, dieses Ziel zu erreichen. Wir wollen euch hier von aktuellen Entwicklungen berichten und Hintergrund-Informationen liefern, damit ihr wisst, warum ihr uns unterstützt.

Wir bekommen viele konstruktive Mails mit Verbesserungsvorschlägen und Links, die wir gerne mit euch teilen würden. Weil wir dafür nicht jedes mal unsere Website umbauen können, wollen wir den Blog als Plattform verwenden Inhalte mit euch zu teilen, für die auf energie-ohne-zukunft.de kein Platz ist.

Zuletzt wollen wir in diesem Blog über Kommentare mit euch kommunizieren. Damit wollen wir den Meinungsbildungsprozess fördern, wie es mit energie-ohne-zukunft.de weitergehen soll. Wir verfolgen nicht die Interessen irgendeiner Organisation oder irgendeines Unternehmens, sondern wollen eure Interessen als unsere Unterstützer vertreten. Deswegen sind wir für Feedback und konstruktive Kritik sehr dankbar.

Wir sind auf euch angewiesen

Ob wir es am Ende schaffen, die Atom-Konzerne zu schlagen, hängt von eurer Unterstützung ab! Wir können uns keine teuren Zeitungsanzeigen leisten und sind nicht in der Lage zehntausende Mitarbeiter zu mobilisieren, wie die Atomkonzerne das tun. Über uns erfahren nur diejenigen, denen ihr von uns erzählt. Schreibt deswegen E-Mails an eure Freunde und Bekannte, teilt unseren Link auf Facebook, StudiVZ und Twitter und sprecht KollegInnen KlassenkameradInnen, KommilitonInnen an. Erzählt Ihnen, dass Ihr uns unterstützt und bittet sie, das ebenfalls zu tun.

Veröffentlicht unter Allgemein | 16 Kommentare